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VI. Der Ritter führt in alle Ewigkeit einen dreifachen Krieg ohne Rast und Dank zu erwarten: gegen die eigenen Sünden - für ein vollendetes Leben der Tugenden, gegen die Welt - für ihre Gestaltung nach Gottes Willen, gegen Satan und seine Dämonen - für die Heerscharen Gottes.

Das Wesentliche zu dieser Regel ist bereits auf den Unterseiten "Der heilige Krieg gegen die Finsternis" gesagt worden. Wichtig ist das im fortwährenden Ringen die Toleranz gegenüber anderen Menschen gewahrt bleibt. So unnachgiebig der Ritter gegenüber eigenen Schwächenund Fehlern sein sollte, kann er denselben Maßstab doch nicht an andere Menschen anlegen. Es sollte ihm auch nichts menschliches fremd sein. Die eigene Urteilskraft muss erst gemäß des eigenen Erkenntnisfortschrittes reifen, und es ist daher besser, sich strenger Aburteilungen zu enthalten.  

Im Kampf gegen die gottlosen Strukturen der Welt, für ihre Befreiung von der Herrschaft des Widersachers ist mit sorgfältiger Überlegung vorzugehen. Es ist möglich, dass bei einigen leidvollen Zuständen Gott durch Zulassung der Folgen der Taten der Menschen diese belehren und zur Umkehr bringen will. Es ist dann verderblich, dem Willen Gottes entgegen zu treten, um die Täter vor den Folgen ihrer Handlungen zu bewahren.

Eine Erfahrung zum Beispiel ist, dass Menschen oft nach esoterischen Lehren greifen oder gar solches lehren und vermarkten, Menschen, die realistisch gesehen sich gar nicht Gott geweiht haben, nicht seine Gebote befolgen, und nicht ein ausgeprägtes religiöses Leben haben. Es besteht für diese Menschen ein strenges Verbot sich mit den verborgenen Lehren oder gar Psycho-techniken zu befassen. Solchen Menschen und ihren Gemeinschaften ist nicht zu helfen, außer durch den Hinweis, dass sie davon die Finger lassen, und sich Gott durch Religion zuwenden sollten. Das tun sie aber für gewöhnlich nicht, sei es aus Hochmut oder Gewohnheit. Ich war selbst in diesem Hochmut gefangen, wollte nur nach Erkenntnis streben, und keinen Glauben wirklich annehmen. Gott sei Dank habe ich aber meinen Fehler erkannt, da mein Erkenntnisstreben auf Gott ausgerichtet war, und nicht auf den Erwerb okkulten Wissens oder okkulter Fähigkeiten.

Es ist wohl in unserer heutigen chaotischen Zeit nötig, wie in anderen chaotischen Zeiten kleine "Burgen" d.h. sakrale Zentren einzurichten, in die sich die gotttreuen Seelen zur Not flüchten können, aus denen sie Widerstand leisten können. Kirchliche Gemeinden können solche Zentren sein. Ein organisiertes Rittertum hat die Aufgabe solche "Burgen" zu errichten. Ist man dagegen ein vereinzelter Kämpfer, ist es vieleicht gut, in den Dienst eines bestehenden Zentrums zu treten.

   
   
 
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